Muragaki Awaji-no-kami leitet im Jahre 1860 eine japanische Delegation in die USA. In seinem Tagebuch notiert er seine Eindrücke von Amerika.
Bereits erschienen:
Teil 1 – Ehefrauen
Teil 2 – Geisterland
Die Gruppe der Japaner reist mit dem Zug von San Francisco bis zur Küste des karibischen Meeres. Dort wartet ein amerikanisches Kriegsschiff auf sie, das sie nach Washington bringen soll.
Wir trafen auch Kapitän Adams, jetzt Befehlshaber des Wachschiffes, das hier stationiert ist. Er hatte Kommodore Perry begleitet, als dieser vor sechs Jahren Japan besuchte. Er sprach sehr hochmütig, als ob er Japan gründlich kenne – ein unangenehmer Mensch! Wahrscheinlich ist er deswegen noch immer Kapitän.
Nach neun Tagen erreicht das Schiff Chesapeake Bay:
Ein Offizier ging an Land, um unsere Ankunft nach Washington zu “telegrafieren”. Man sagte uns, wir wären 12.099 Meilen seit Yedo gefahren. Wie oft hört man die Phrase “zehntausend Meilen zur See”, aber sich vorzustellen, daß wir tatsächlich so weit gereist waren -und sicher ankamen-, überwältigte uns, und ich machte folgendes Gedicht:
“Der Gnade der Götter und unseres göttlichen Herrschers
verdanken wir die sichere Reise von mehr als zehntausend Meilen.”
(zit. nach: Die Geburt des modernen Japan in Augenzeugenberichten, hrsg. u. eingel. v. Gertrude C. Schwebell. Düsseldorf, 1970)

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