…eher ein unkultivierter Ästhet als ein psychologischer Schriftsteller… Seine Ästhetik bestand aus Eros, Tod und dem affektierten Stil (Gongorismus) der japanischen Romantik-Schule. Wie Kinkakuji (der goldene Pavillion) in Kyōto, der Schauplatz seines Romans Kinkakuji (1956), ein von der Gesellschaft abgeschiedener Makrokosmos war, so machte Mishima auch keinen Versuch, die Realität der japanischen Nachkriegsgeschichte in seine ästhetisch verschlossene Welt einzubeziehen.
(Katō Shūichi, Geschichte der japanischen Literatur. Berlin, 1990)

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